
Paläo-SETI
Geschichte der Prä-Astronautik
Die Idee, Außerirdische hätten vor langer Zeit die Erde besucht, lässt sich
bereits in der Science Fiction|Science-Fiction-Literatur um 1900 nachweisen.
Charles Fort spekuliert 1919 in dem Werk The Book of the Damned, einer Sammlung
unerklärlicher Phänomene, darüber, ob die Menschheit der „Besitz“ von
Außerirdischen sei. In den 1920er Jahren setzen die sowjetischen
Raumfahrtpioniere Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (1857–1935) und Nikolai
Alexejewitsch Rynin (1887–1942) sich mit der Idee von interplanetaren Kontakten
in der Vergangenheit auseinander.
Fortan existiert das Motiv nicht mehr nur in fiktionalen Texten, Filmen und
Serien (so zum Beispiel bei H. P. Lovecraft, in der Perry-Rhodan-Serie oder in
den Filmen Stargate und Mission to Mars), sondern auch als
parawissenschaftliches Thema in Sachbüchern.
In den 1950ern und 60ern, infolge der Aufmerksamkeit, die UFO`s in der
weltweiten Öffentlichkeit erregen, beschäftigen sich unter anderem Modest M.
Agrest, Peter Kolosimo, W. Raymond Drake, Jacques Bergier, Louis Pauwels und
Robert Charroux mit der Theorie.
Große Bekanntheit erlangt die Hypothese von den „Astronautengöttern“ durch Erich
von Däniken, dessen Erstlingswerk Erinnerungen an die Zukunft 1968 erscheint und
sofort zum Bestseller wird. In den Folgejahren wird der Begriff „Prä-Astronautik“
geprägt. 1973 wird in den USA von dem Rechtsanwalt Gene Philipps die Ancient
Astronaut Society (AAS) gegründet, die die Zeitschrift Ancient Skies herausgibt.
Dokumentarische Filme und Fernsehserien sowie viele Bücher befassen sich mit dem
Thema; von Däniken reist um die Welt und hält zahllose Vorträge. Es bildet sich
ein Kanon von archäologischen Stätten und Artefakten sowie überlieferten Texten,
die als besonders anschauliche Indizien für die Theorie gelten.[4] Mit Der
zwölfte Planet (1976) etabliert sich Zecharia Sitchin als weiterer beliebter
Buchautor auf dem Gebiet der Präastronautik.
Ende der 1980er suchen Autoren der Präastronautik nach einer aussagekräftigen
Bezeichnung für ihr Forschungsgebiet, der Begriff „Prä-Astronautik“ wird als
unzureichend empfunden, ebenso wie gelegentlich auftretende andere Benennungen
wie z.B. „Astro-Archäologie“ (eigentlich eine andere Bezeichnung für
Archäoastronomie). Vladimir Avinsky schlägt „Paläo-SETI“ vor, aufbauend auf der
Abkürzung SETI (Search for Extra-Terrestrial Intelligence, Suche nach
außerirdischer Intelligenz), die von der NASA geprägt wurde. In den Folgejahren
wird diese neue Bezeichnung im deutschsprachigen Raum vor allem von Johannes
Fiebag popularisiert.
Ende der 1990er wird die Ancient Astronaut Society umbenannt in Archeology,
Astronautics and SETI Research Association; das deutsche Pendant heißt
Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI, das alte Kürzel
AAS wird beibehalten.
Der Mystery Park im Berner Oberland war ein Erlebnispark, der sich
präastronautischen Themen widmete und nach wenigen Jahren im November 2006 wegen
finanzieller Probleme schließen musste.
http://www.mysteria3000.de/wp/?p=151
Nicolas Benzin
Ulrich Magin
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Bekannte Objekte aus der Prä-Astronautik
Der Aluminiumkeil von Aiud (auch als Objekt von Aiud bezeichnet) ist ein
keilförmiger Körper, der 1974 bei Bauarbeiten in der Nähe der rumänischen Stadt
Aiud gefunden wurde. Er soll zu 89% aus Aluminium bestehen und mit einer dicken
Oxidschicht überzogen sein. Die Mächtigkeit dieser Oxidschicht soll so stark
sein, wie sie ein Aluminiumkörper, der über eine Million Jahre im Erdboden
liegt, aufzuweisen hat. Der Aluminiumkeil von Aiud wird von Anhängern von
Paläo-SETI-Theorien gern als „Beweis“ dafür angesehen, dass in früheren Epochen
außerirdische Lebewesen die Erde besucht haben, da man vor 1825 nicht die
Möglichkeiten zur Herstellung von Aluminium hatte. Von der Mehrheit der
Wissenschaftler wird dieses Objekt, das sich heute im Historischen Museum der
Stadt Cluj befindet, als Fälschung angesehen.
Die Steine von Ica sind zahlreiche Objekte, auf denen mythische Wesen, aber auch
Dinosaurier und hochtechnologische Geräte zu sehen sind. Angeblich wurden die
Steine 1961 nach heftigen Regengüssen im Flussbett des Rio Ica von Indios
gefunden. Der Chirurg Dr. Javier Cabrera bekam nach seiner eigenen Aussage
zufolge viele der Steine von diesen Indios geschenkt, und besitzt heute eine
Sammlung von mehreren tausend Steinen. Präastronautikforscher deuten diese
Steine so, dass die Geschichte der Menschheit umgeschrieben werden müsse, da die
Menschheit anscheinend wesentlich älter ist und vor vielen Jahrtausenden auch
bedeutend fortgeschrittener gewesen sei als bisher angenommen. Gegner der
Präastronautikthese sehen die Steine als neuzeitliche Fälschungen. Einerseits
bestätigte zwar die Technische National-Universität von Peru, nach einer
wissenschaftlichen Analyse, dass ein wahllos herausgegriffener Stein mindestens
10.000 Jahre alt sein muss, andererseits wurde aber nachgewiesen, dass die ganz
große Mehrheit der Steine in der Sammlung von Cabrera von Indios gefälscht
wurden. Gerüchten zufolge soll Cabrera die Fälschungen selbst in Auftrag gegeben
haben.
Die sogenannten Glühbirnen von Dendera befinden sich auf verschiedenen Reliefs
im Hathortempel von Dendera (Ägypten). Laut Präastronautikforschern erkennt man
auf den Reliefs die Darstellung einer historischen Glühbirne, was zeigen würde,
dass den Ägyptern schon damals die Elektrizität bekannt gewesen wäre. Diese
Interpretation beruht auf einer Fehldeutung der Darstellungen. Gezielt werden
dabei die Hieroglyphentexte ausgeblendet, die darauf hinweisen, dass in dem Raum
des Tempels in Dendera Kultgegenstände aufbewahrt wurden; diese werden auf den
Reliefs näher bezeichnet. Bezeichnend ist weiterhin, dass der Tempel nicht zur
Zeit der alten Ägypter, sondern in der ptolemäischen Epoche errichtet wurde (und
somit einer jüngeren Kultur zugerechnet werden muss). Zudem wird in der
Paläo-SETI-Literatur lediglich auf eines der Reliefs eingegangen – weitere
Abbildungen in Dendera, bei denen die technische Interpretation nicht restlos
aufgeht, werden verschwiegen oder ignoriert. Ein Modell der „ägyptischen
Glühbirne“, das der Elektro-Ingenieur Walter Garn baute, folgt ebenfalls nur dem
„brauchbaren“ Relief. Bezeichnend ist auch, das der „Isolator“ in der
Dendera-Abbildung unsinnig ist. Ein Isolator soll isolieren, also zum Beispiel
verhindern, dass durch Kondenswasser ein Kurzschluss entsteht. Jedoch ist der
„Isolator“ auf der Dendera-Abbildung so geformt, dass Wasser nicht abfließt,
sondern sich sogar darin stauen würde. Zudem fehlt jedwede Referenz für
Glühbirnen, die mit derart hohen Spannungen arbeiten, dass ein Isolator
notwendig wäre. Quellen: Frank Dörnenburg: Das Licht der Pharaonen, Markus
Pössel: Phantastische Wissenschaft, S. 17–62
Kernbohrungen von Abusir, im etwa 15 Kilometer von den Pyramiden von Gizeh
entfernten Abusir befinden sich mehrere große Steinblöcke aus dem Gestein
Diorit. In diesen Steinen (Diorit ist ein sehr hartes Gestein) befinden sich
kreisrunde Bohrlöcher. Das Prinzip der Kernbohrung ist erst seit Ende der 90er
Jahre des 19. Jahrhunderts bekannt. Kritiker sprachen auch hier von
neuzeitlichen Fälschungen, doch schon in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts
berichtete der weltbekannte Ägyptologe Flinders Petrie über die Bohrungen. Wie
die Ägypter Löcher in das Dioritgestein bekommen haben, ist nach Ansicht der
Prä-Astronautiker unbekannt. Allerdings gibt es schon seit Beginn des 20.
Jahrhunderts plausible Erklärungen für die Kernbohrtechnik der alten Ägypter,
insbesondere von Uvo Hölscher (1912), Lucas und Harris (1962) und Dieter Arnold
(1991). Der Experimentalarchäologe Denys A. Stocks aus Manchester/UK hat
altägyptische Bohrwerkzeuge nachgebaut und mit ihrer Hilfe nachgewiesen, dass es
den alten Ägyptern möglich war, mit vergleichsweise primitiver Technologie
härtestes Gestein zu bohren. Belege dafür finden sich nicht nur in Abusir, wo
sich Überreste der Pyramiden aus der 5. Dynastie befinden, sondern auch in der
Cheops-Pyramide: Stocks konnte nachweisen, dass der Sarkophag des Cheops, bevor
er innen geglättet wurde, ausgebohrt wurde. Moderner Technologie bedurfte es
dafür nicht. Quelle: Klaus Richter: Kernbohrungen im alten Ägypten, in:
Skeptiker 2/2004, S. 52 - 58; R. Lorenz: Kernbohrungen im alten Ägypten, in:
Mysteria3000, 4/2002 (3. Jg.), S. 15–34 (PDF
Der Mechanismus von Antikythera wurde 1900 von Tauchern aus einem
altgriechischen Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen.
Das Schiff wird auf die Zeit von 70 v.Chr. datiert. Bei dem Fund handelt es sich
um ein sehr kompakt aufgebautes Gerät, welches aus zahlreichen Zahnrädern
besteht, die das Ablesen der Relationen verschiedener Gestirne zueinander
ermöglicht. Demnach war es ein Planetarium in Taschenformat. Nach Dr. Solla
Price in Washington bedeutet dies aber nicht, dass der Mechanismus nicht aus der
damaligen Zeit stammen könne, sondern dass die meisten modernen Historiker das
wissenschaftliche Leistungsvermögen der Antike zu gering einschätzen.
Die Kolumbianischen Goldflieger zählen zu den bekanntesten Objekten, die als
Belege für Besuche durch Außerirdische herangezogen werden. Die meisten der
zahlreichen Objekte dieser Art werden im „Museo del Oro“ (Goldmuseum) der „State
Bank“ in Bogotá (Kolumbien) und im Überseemuseum Bremen aufbewahrt, doch auch in
anderen Museen finden sich solche Exemplare (etwa in dem Ethnologischen Museum
in Berlin-Dahlem). Die Archäologie spricht bei diesen Objekten von Mischwesen
oder fischförmigen Wesen. Im Katalog El Dorado. Das Gold der Fürstengräber,
Berlin 1994 ISBN 3-496-01114-9 heißt es von den Tolima-Artefakten unter
Katalognummer 217: „Anhänger in Form von Mischwesen. Tolima, 100 – 1000 nach
Chr.“ Es handelt sich um die Inventarnummern 5580, 6400, 6462 und 6515 des Museo
del Oro/Bogotá. Im Katalog The Gold of El Dorado, London 1978, ISBN
0-7230-0226-6 sind sechs Goldartefakte unter der Katalognummer 411 abgebildet
mit der Erläuterung: „Set of six pendants, fish-like shapes. Cast Gold. Quimbaya,
Qiundío. The Form is found in both Quimbaya and Tolima zones“. Es handelt sich
laut Katalog um die Inventarnummer 2907 des Museo del Oro/Bogotá. Demgegenüber
behaupten Präastronautikforscher aufgrund der aerodynamischen Konstruktion der
Objekte, sie stellten keine Tiere dar, sondern seien Modelle prähistorischer
Flugzeuge. Untersuchungen im Windkanal am Aeronautical Institute, New York,
hätten die aerodynamischen Eigenschaften bestätigt. (Quelle: Erich von Däniken:
Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen, 2. Auflage
Düsseldorf und Wien1990, Seite 32; allerdings ohne weiterführendee
Quellenangabe.) Aerodynamische Eigenschaften sind aber bei einer Nachempfindung
eines flugfähigen Tieres wie beispielsweise einem fliegenden Fisch wenig
verwunderlich; die Ähnlichkeit eines der Goldflieger mit einem Engelshai spricht
für sich. Flugfähige Modelle bauten Dr. Algund Eenboom und Luftwaffenoffizier
Peter Belting (Deutschland); Untersuchungen fanden an der TU Bremen statt.
Quelle: Fiebag/Belting/Eenboom: Flugzeuge der Pharaonen, Rottenburg 2004
Die Grabplatte von Palenque, der Sarkophagdeckel aus der Grabkammer unter dem
Tempel der Inschriften, Palenque, zeigt laut Verfechtern der
Astronautengötter-Hypothese einen Mayapriester oder auch den Gott Kukumatz
innerhalb eines raketenähnlichen Fluggerätes. Die Mayaforschung, die unter
anderem auf die Übersetzung der Hieroglyphen an den Seiten der Platte
zurückgreifen kann, liefert aber keine Belege für die Raumfahrerthese. Vielmehr
handele es sich um König Pacal, den Bestatteten, auf seiner Reise in die
Unterwelt, und zugleich um die symbolische Darstellung seiner Funktion als
Mittler zwischen der Unterwelt und der Welt der Lebenden. Zudem diene die
Darstellung auf der Grabplatte der politischen Legitimation des Königs, der
seine Herrschaft nicht, wie bei den Maya üblich, von seinem Vater, sondern von
seiner Mutter ableitete. Ähnlich der ägyptischen Königin Hatschepsut griff Pacal
auf die Religion zurück, um seine Herrschaft zu legitimieren. Quellen: Rainer
Lorenz: Die Grabplatte von Palenque, in: Mysteria3000, 3/2002 (3. Jg.), S. 5–15
(PDF; Ulrich Magin: Die Reise nach Xibalba; Klaus Richter: Die Grabplatte von
Palenque, in: Sokar 1/2001, S. 34–38
Die Paluxy-River-Fußspuren in Texas werden diskutiert, da dort in der gleichen
Erdschicht eine Dinosaurierspur neben einem angeblich menschlichen Fußabdruck
existiert. Allerdings hat sich herausgestellt, dass diese Fußabdrücke komplett
von Dinosauriern stammen und nicht teilweise auch von Menschen, wie
Kreationisten annehmen.
Weitere Objekte sind beispielsweise:
die unterirdischen Städte in Kappadokien (Türkei)
der Starchild-Schädel und andere weltweit gefundene deformierte Schädel (die
allerdings in mehreren Kulturkreisen wie z.B. bei den Hunnen als Schönheitsideal
angesehen wurden und künstlich herbeigeführt wurden)
ein in Texas gefundener versteinerter Hammer (in 140 Millionen Jahre altem
Gestein), bei dem es sich allerdings um eine Fälschung handeln dürfte. Der Griff
des Hammers ist mittlerweile geschrumpft; das kann nicht passieren, wenn der
hölzerne Griff schon versteinert wäre. Eine Altersbestimmung des Hammers
existiert nicht. Die Besitzer verweigern eine Untersuchung, die eine
Beschädigung des Objekts herbeiführen könnte.
zahlreiche Statuen, die als Astronauten identifiziert werden, unter anderem da
sie Helme tragen sollen, welche den Kopf vollständig umschließen, die aber
Zeremonienmasken verblüffend ähnlich sehen, die es in den entsprechenden
Regionen gibt
Holzflugzeugmodelle aus Ägypten; keine Flugzeuge, sondern ein hölzerner Vogel
(ausgestellt im Ägyptischen Museum in Kairo), der einem Falken oder einer Taube
nachgebildet und unter dem Namen „Taube von Sakkara“ bekannt geworden ist
die zahlreichen Kristallschädel, deren Ursprung und Herstellungsweise angeblich
nicht geklärt ist, obwohl die Verarbeitung der Schädel auf das 19. Jahrhundert
aus der Gegend um Idar-Oberstein deutet
die sogenannte Bagdad-Batterie
Mahabharata
Das Mahabharata ist ein altes indisches Epos, in dem der Kampf zwischen dem
Göttergeschlecht der Kauravas und dem Göttergeschlecht der Pandavas beschrieben
wird. Das Mahabharata stellt einen der Grundpfeiler der Präastronautik dar; nach
präastronautischer Deutung enthält das Epos viele Hinweise auf Militär- und
Raumfahrttechnologie, die zur Entstehungszeit des Mahabharata nur außerirdischen
Ursprungs sein kann.
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Paläo-Seti
Die “Paläo-SETI-These”, außerirdische Besucher hätten in die menschliche
Vergangenheit eingegriffen, ist im deutschsprachigen Raum untrennbar mit dem
Namen Erich von Däniken verbunden. Daß Däniken keineswegs der erste war, der
Spekulationen über außerirdische Einflüsse auf die menschliche Geschichte
veröffentlichte, ist seit längerem bekannt.
Quelle:
http://www.mysteria3000.de/wp/?p=151