Raumfahrt

Die Geschichte der Raumfahrt hat, so traurig es auch klingen mag, im 2. Weltkrieg begonnen, denn aufgrund des Versailler Vertrag, der nach dem Ersten Weltkrieg geschlossen wurde, durfte Deutschland keine schweren Geschtze haben. So untersttzte das deutsche Heereswaffenamt und spter auch die Luftwaffe die Entwicklung einer vllig neuen Idee. Die Rakete mit flssigem Treibstoff. Entwickelt wurden diese Raketen erst in Kummersdorf West und spter dann in Peenemnde unter dem Direktor Walter Dornberger und dem leitenden Ingenieur Wernher von Braun.

Da ab September 1939 der Zweite Weltkrieg begann, wurden Waffenentwicklungen, wie wohl in jeder Diktatur, schon vorher mit sehr hohen Budgets ausgestattet. Niemand der Verantwortlichen Ingenieure hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Raketen als Waffen zum Einsatz kommen werden. Denn Wernher von Braun und Co. schwebte von Anfang an lieber die Erforschung des Weltraumes vor, als die entwickelten Raketen todbringend einzusetzen.

Schon ab 1937 wurden die Raketen auf dem Testgelnde in Peenemnde gefertigt und getestet, da Kummersdorf West zu klein war fr die Entwicklung von Groraketen. Die erste Grorakete, die in Serienfertigung ging, war das Aggregat 4 auch V2 genannt. Ihr erster Start zu Testzwecken war am 03.10.1942 von Peenemnde aus. Sie erreichte eine Hhe von 90 km und eine Flugstrecke von ber 300 km. Das Aggregat 4 war 14 m lang und 13 t schwer, die Nutzlast dieser Rakete betrug 1 t. Es bestand aus 20.000 Einzelteilen und die Triebwerke lieferten 650.000 PS. Aber es gab noch Plne fr grere Raketen, die als Interkontinentalraketen konzipiert waren. Die zweistufigen Raketen Aggregat 9 und Aggregat 10. Sie wurden aber nicht mehr verwirklicht.

Das Wernher von Braun und die anderen beteiligten Ingenieure an die friedvolle Raumfahrt gedacht haben wird klar, wenn man sich die Entwicklungsplne der A12 sieht. Denn die A12 war mit einer Kapsel ausgestattet, welche Menschen htte transportieren knnen und war einer Saturn V nicht unhnlich. Dieser immer wiederkehrende Gedanke an die Raumfahrt brachte unter anderem Wernher von Braun auch in Schwierigkeiten mit den Verantwortlichen. Denn er wurde wegen seinen Raumfahrtplnen verhaftet und erst Dornberger konnte dann die Verantwortlichen berzeugen, dass ohne von Braun das ganze Projekt zum Scheitern verurteilt sei.

Noch vor Kriegsende nahmen Dornberger und von Braun Kontakt zu den amerikanischen Streitkrften auf. Nachdem Krieg wurden sie dann mit den meisten anderen Ingenieuren in die USA gebracht und arbeiteten in White Sands New Mexiko, zuerst an Verbesserungen der V2 Raketen fr das US-Militr und spter auch an vllig neuen Konzepten. Hier entstand unter anderem die Redstone Rakete, die beim Mercury Programm zum Einsatz kam.

Doch auch die Sowjetunion konnte Teile und Ingenieure des deutschen Raketenprogramms ergattern und unter der Leitung von Sergej Koroljow gelang es den Sowjets, vor den USA Geschichte zu schreiben.

Am 4.10.1957 brachte eine sowjetische SS-6 Rakete den ersten Satelliten Sputnik in einen Orbit. Dabei handelte es sich um eine 83,5 kg schwere Silberkugel, die das Weltraumzeitalter einlutete.

Und schon am 3. November 1957 startete Sputnik 2 mit der Hndin Laika an Bord, fr die es keine Mglichkeit zum berleben gab. Dennoch lsten diese Ereignisse in den USA den so genannten Sputnik-Schock aus, da die Sowjetunion dieses Rennen fr sich entscheiden konnte.

Hinzu kam, dass 1957 der Start einer Vanguard Rakete fehlschlug und somit der erste Versuch einen amerikanischen Satelliten zu starten scheiterte. Erst Wernher von Braun und seinem Team gelang es am 31. Juni 1958 mit einer Jupiter-C Rakete den ersten amerikanischen Satelliten ins All zu befrdern. Dieser Satellit trug die Bezeichnung Explorer-1 und entdeckte mit dem an Bord befindlichen Geigerzhler den Van Allen Strahlungsgrtel.

Im August 1960 startete Sputnik 5 mit den Hunden Strelka und Belka an Bord einer Wostock-Kapsel Kapsel und beide Hunde kehrten wieder sicher auf die Erde zurck. Auf amerikanischer Seite war der Suborbital Flug des Schimpansen Ham im Januar 1961 mit einer Redstone Rakete der bis dahin grte Erfolg.

Am 12. April 1961 startete dann Juri Gagarin an Bord einer kreisrunden Wostock-1 Kapsel mit einer SS-6 Rakete als erster Mensch ins All und die USA konnten erst ein Jahr spter beim Mercury Programm nachziehen, bevor das Wettrennen zum Mond begann.

 

 

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Ausfhrliche Beschreibung zur Geschichte der Raumfahrt:
http://www.urbin.de/